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Osternzeit - Rochepaulezeit ! Rochepaule liegt unterhalb Lion, in der Nähe von St.Agreve (nächster Ort). 600 km hin und 600 km Retourfahrt, das muss sich ja lohnen, wenn man diesen Weg unter die Räder nimmt, nur um ein bisschen Offroaden zu dürfen - Ohne gleich abgeschossen zu werden. Fido, Manu (der ehemalige Zebra Puch Fahrer), Fäbi und Chrummi sind mit von der Partie. Bis jetzt hatten wir immer wieder eine neue herausforderung gesucht hier im Park von Rochepaule. Dieses Jahr suchten wir und fanden nicht neues - entweder waren die Abschnitte für unsere Autos unpassierbar (Trialpisten für 2 Räder...) oder wir sind sie an anderen Jahren schon mal gefahren. Die einten Pisten waren auch schon so abgefahren, dass diese schon fast keine schwierigkeit mehr darstellten. Aber dieses Gelände ist und bleibt ein geiles Gelände.

http://www.centretoutterrain.com/

Kreuzbeige und FotosessionKreuzbeige und FotosessionKreuzbeige und Fotosession mit Gruppenfoto...und festgefahren...
VerpflegungDieser kleine Felsabsatz......ist für den kurzen eher recht als schlecht......für den Langen allerdings...
... eher schlecht als rechtKleines Bachbett...... kleines Bachbett.So schmale Gassen geben Hunger...
...Fido's Pizzaofen auf der Haube wirkt gegen den......Hunger. Mampf. Wie beim Pizzajolodidu!Steilheit GeilheitHeb hoch das Füsschen. Doch wir habens nie geknippst!
FurtenGanz unten am BachUnd doch noch......gib Pfötchen!




                                           

"On the Road again..." in Italien Richtung Ancona1. Tag - Der Treffpunkt in Morgarten an unserem Abreisetag brachte schon die erste kleine Panne; Fido's Tank Einfüllstutzen war undicht. Und essen tun wir auch schon was kleines feines, damit wir bis Seewen (ca.10km) fahren können, um dort für Fido's Tankstutzen Briden einzukaufen. Die Fahrt über den Gotthard ins Tessin verläuft ohne Aufenthalt auf der Strasse (Stau). Jedoch habe ich in Seewen mein Funkgerät gekillt. Eine Pinkelpause auf einer der ersten Rastplätze in Italien veranlasste mich dazu, mir ein neues Sprechgerät reinzuzieh'n, was mein Ferienbütschee von Anfang an gesprengt hat. Danach durstechen wir Mailand und düsen richtung Ancona. Im Raum Imola gingen wir um ca. halb neun abends auf die Suche nach einem Standplatz für die Nacht, was sich hier für ziemich schwierig erwies. Um halb elf gingen dann doch noch die Lichter in den Maggiolias aus.

Camp nähe ImolaCamp nähe Imolavor Ancona am StrandcafeHafen Ancona

Unsere Fähre, die "Hellenic Spirit" / Anek Lines2. Tag - 07.05. Um ca. 07.30 Uhr stehen wir auf. Da wir uns noch im Alltagstrott befinden, empfinden wir diese Zeit auch nicht als so sehr früh. Kruze Zeit später sind wir wieder auf Achse richtung Ancona und um 11.18 Uhr  erblicken wir endlich das Meer!! Sofort und zackig wird veranlasst, die Bahn  zu verlassen und an der Küste entlang zu tuckern um an einer Bar am Strand bei Marzocca (bild oben rechts) ein Eis zu verdrücken und zu geniessen. Um ca. 14.00 Uhr sind wir in Ancona und können so noch div. Formalitäten erledigen. Am Parkplatz vor der Fähre müssen wir dann aber auch immer aufdringliche Chinesen abwimmeln, die uns irgendwelche komischen Uhren andrehen wollten. 50 min bevor die Fähre um 16.00 Uhr pünktlich ablegt, fahren wir auf Deck und sind nun ziemlich genau 21 Stunden auf dem Pott (inkl. zwischenhalt in Innumenitsa) bis wir in Patras anlegen werden.

Sanddünen......Gesalztes Wasser......zVieri......und das alles am gleichen Strand...

Gefunden in der Hosentasche: Roadbookbeschrieb zum Strand3. Tag - Gute Nacht gehabt? Nee. Am morgen hatte ich ziemlich Rückenschmerzen von diesen Liegen in der Schiffshütte.Um ca. 06.30 Uhr war somit Tagwache. Gleichzeitig fuhren wir in Innumenitsa, der Zwischenstation auf Griechenlands Festland, der Küste entlang zum Hafen ein. Nach dem ablegen gings dann nochmals fünf Stunden weiter bis wir um 13.10 Uhr in Patras anlegen konnten. Die ersten Meter auf Patras' Strassen und schon sind wir auf der Suche nach einem Supermarkt. Diesen gefunden und leergekauft, fuhren wir dann die Küste entlang Richtung Süd-Westen weg von Patras. Nach ca. 10 Kilometern Fahrt, gibt's schon den ersten Griechischen Kaffee, mit dem die einten schon so Ihre Mühe hatten. Wir fuhren immer nah an der Küste entlang, um uns einen geeigneten PTS zu suchen. Am äussersten Zipfel von der Bucht von Patras beim Dörfchen Paralimni Pappas haben wir dann unser Sandstrand gefunden. Sowas nennt man Ferien! Es ist zwar noch ein bisschen Frisch - mitte Mai - aber Manu konnte nicht davon ablassen ein Bad zu nehmen. Mit dem Patrol! Zuerst badete er seinen Patrol und dann sich selbst. Hier am Strand konnten wir dann ein bisschen Sandfahren üben. Über kleine Dünen rauf und runter. Ausser uns  war niemand am Strand. Ein bisschen auf der Seite des Strandes, wo er schmaler wurde, liessen wir uns für diese Nacht nieder und genossen einen Wunderschönen Sonnenuntergang mit unseren Campingtischen und Stühlen direkt am Meer (ca. 2m Abstand). Der erste und voll fett griechisch schöner Tag war vorüber.

DIE Taverna......mit der neuen schweizer Treppe zum Strand......und unser LohnDie anderen Camper - vorwiegend deutschsprachig

4. Tag - Um ca. 11.00 Uhr verlassen wir unser Nest nach einem Frühstück wieder direkt am Wasser in Richtung  Süden. Sehr weit kommen wir heute allerdings nicht; Nach dem dem Kaffeehalt in Varda verschlägt es uns an den Zipfel bei Kastro an einen Strand mit einer kleinen Taverna - hübsch hier. Wir wollten uns ja nur ein Eis genehmigen... Als uns der Papa darum bat - nachdem er uns einen Uzo spendierte - eine Treppe die die steile Böschung zum Strand hinunter führen soll hinzustellen, gings für die Schweizer Bauleute los. Hinstell ja, aber die musste ein- und angepasst werden an die verhältnisse der Böschung. Oben zwei Stufen in die Erde stechen, unten Steine unterlegen, damit sie nicht zu steil wurde. Dann ein Handlauf gehört ebenfalls zur schweizer Standardaustattung einer solcher Stiege. Über eine Stunde bauzeit und das Prachtstück steht. Papa (Oberhaupt dieser Familie, die diese Taverna bewirtet)  ist überglücklich über dieses Prachtstück und serviert uns Brot, Pommes, Griechischer Salat, gebratene Fischchen und kühlen griechischen Wein. Perfekt. Wir bleiben. Hier auf dem Platz hat es noch andere Camper, mit denen wir es an diesem abend dann noch ziemlich lustig hatten. Auch lernten wir die "Besatzung" der Taverne kennen; die Chefin Diana, ihre Schwester Luci, Kommandeur Papa, stille Mama und die Oma mit dem grossen Lachen auf den Lippen. Den Strand findet man relativ einfach: In Kastro Richtung "Beach" fahren, beim ersten Camping macht die Strasse einen Rechtsbogen und nach dem zweiten Camping die erste links abbiegen. Voilà.

Shopping in ZaharoWrack vor PilosTaverna in KitriesDurchfahrt in Kardamili

5. Tag - Heute war es vom morgen an ziemlich windig und bewölkt und Fido hat am Vorabend im alkoholisierten Zustand Papa versprochen, seinem Mercedes Typ Rost die hintere Seitenscheibe, die weder rauf noch runter ging, zu "notdürtigen". Und die Zentralverriegelung, und die Klimaanlage, und die Wasserpume und so eigentlich der ganze "Wagen". Danach fuhren wir, nachdem wir uns endlich von diesem Ort losreissen konnten, richtung  Süden durch Pirgos, in Zaharo geschoppt, vor Pilos in der Bucht da ein Wrack gefottnet und der erste linke Finger von der Karte aus gesehen durchquert. Schnell schnell. Denn das Griechenland, das wir hier antrafen, war allerdings nichts für Offroader. Jedenfalls der Küste entlang. Abgesehen von vielen Olivenbaumplantagen ist hier jeder Quadratmeter mit einem Haus oder Privatgrundstück besetzt, wenn nicht von einem Baum. Somit hatten wir auch Mühe, nach mehreren Stunden, für uns einen geeigneten PTS zu finden. Wir landeten schlussendlich auf einem Campingplatz in der nähe von Petalidi, auf dem wir um nach 22.00 Uhr  von einer schweizer Nachbarin auf Berndeutsch gerügt wurden; "Chöiter äch dMusig chlei lisliger mache, eg muess morn früech uf." Gute Nacht...

Free Parking in der Bucht von Limeniou6. Tag - Um etwa halb acht wach geworden. Eine warme, mit viel Wasser angenehme Dusche genossen. Das Frühstück bereitgestellt, zwischendurch noch die Hängematte montiert. Die Zeit sowieso vergessen, denn es war wieder schönes Wetter angesagt für den heutigen Tag. Wir fuhren immer noch der Küste entlang durch die Agglomerationen und Citys der kleinen grossen Städte von Messini und Kalamata, die das gleiche Problem zu haben scheinen, wie unseren schweizer Städte um die Mittagszeit - Verkehrsüberlastung. Schnell weg. Südlich von Kalamata, in Kitries, einem kleinen Fischerdorf fanden wir wieder die Erholung. Pur. Eine kleine Hafenanlage mit etwa drei Tavernas. Und wir mittendrin. Manu ging von der Terasse der Taverna aus direkt mit einem Kopfsprung ins kühle Nass eine Runde schwimmen. Hier an der Westküste des Mittelfingers hatte es noch ein Paar solche Dörfchen, wie auch z.B. Kardamili, ein paar Kilometer weiter südlich, hier vertilgten wir ein Bier und drei Eisshakes. Auch heute leider wenig Offroadkilometer zu verzeichnen, da unter anderem die Küste hier sehr steil und felsig ist. Die meisten Strassen waren Asphaltiert. Trafen wir auf eine Schotterpiste, endete diese an der Steilküste - schade. Wir fahren bis in die Bucht von Limaniou und fanden hier einen "Free Parking" direkt am Meer - leider kein Strand. Da das wild Campieren hier in Griechenland verboten ist, stellen vereinzelte Landbesitzer ihr Land den Campern zur Verfügung. Meist sind dies Restaurants. Mit einem Augenzwinkern und einem Lachen auf den Lippen das heisst: Kommst du in meine Taverne oder Restaurant, dann darfst du sowieso...

7. Tag - Als wir heute losfuhren, lenkten wir die Ostrichtung ein, quer über den Mittelfinger auf die andere Seite nach Mani Beach. In Githio gabs einen Zwischenhalt bei einer Hafenbäckerei - wieder direkt am Wasser. Wenn ich da nicht gerade Zmorge ghabt hätte, wäre das ein Schlaraffenladen der Schlaraffenläden für mich und meine Gschpändlis gewesen. Weiter der Küste entlang fahren wir bis zu einem grossen Wrack, das wir sogleich stürmten. Man findet es ca. 4km nach Githio der Küste entlang an einem Sandstrand. Wir fahren im Sand am Strand bis zum Wrack und starten eine Fotosession vor dem Stahlkoloss, der mit einer etwa drei Meter breiten Sandpartie mit dem Strand verbunden und etwa zwanzig Meter weit von diesem entfernt war. Wir platzieren uns quer davor. Manu mit Patrol im Wasser. Inklusive Brandungswasser an den Kotflügeln - dies Gibt dem Foto eine Gewisse extravaganz. Dieser Strandabschnitt ist zudem Menschenleer und wir entscheiden uns für ein kleineres Päuschen am Wasser mit Hängematte und Bier und Guetzli.

                                                            Positionierung vor dem Wrack
Strandfahren oberhalb GithioWrack oberhalb GithioRuhezeit beim WrackStrandfahren







Flussfahrt in der "Evrotas"Heute steht der Offroadpegel relativ hoch, verglichen zu den vorhergehenden Tagen. Denn Nach dem Faulenzen starten wir bei der Stadt "Skala" eine Flusstour dem "Evrotas" hoch. Wenn man durch den Ort Skala fährt, führt die Strasse östlich-nordöstlich über eine Brücke Richtung "Vlahioti". Unmittelbar nach der Brücke links abbiegen und dem Damm und dem Fluss entlang auf einer Schotterpiste fahren. Nach und nach führt der Weg, den man abwechslungsweise mit dem Fluss tauschen kann, an Bienenfarmen vorbei in ein Flusstal hinein. Es hat links und rechts vom Fluss Orangen- und Zitronenplantagen mit dem Schotterweg - jedoch im Fluss das Tal hinauf fahren macht mehr Spass. So fahren wir das Tal ca. 3km hinauf bis an eine tiefere Flussstelle, die zwar mit unseren Autos zu überquehren wäre, wir aber nicht wussten, wie und wann wir wieder aus dem Tal herausfinden würden. Da es schon halb fünf am Nachmittag war, brachen wir diese Flussfahrt ab, kehrten und fuhren den gleichen Weg wieder zurück. Skala gingen wir noch kurz shoppen für den heutigen abend. Unser heutiges abendliches Camp lag in den Bergen auf  dem Weg von Skala nach Leonidi, das an der Westküste der Peloponnes lag - auf einer Hochebene vor einem Pass zwischen Dimitros und Kremasti. Mitten in der Natur. Und - ich glaube, heute ist Vollmond.

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                                                            Befahrener Flusslauf bei Skala

8. Tag - Um 06.00 Uhr war ich heute schon ziemlich wach, da es schon am morgen früh stark windete. Dieser Tag widmen wir uns den Schotterpisten die zwischen unserem heutigen Camp und Leonidi liegen. Der Verbindungsweg von Kremasti nach Mari war schon ziemlich schotterig. In Kounopia ziehen wir auf Asphalt richtung Westen und nach ca. 5km biegen wir die erste, auf der Karte weiss eingezeichnete Strasse links ab. Nach ca. 500m endet der Asphalt für mehrere Kilometer. Bei der ersten Verzweigung fahren wir rechts, wo eine kleine Serpentinenstrasse uns bis nach Pirgoudi führt. In Pirgoudi halten wir uns links und fahren weiter auf Schotter richtung Tsitalia. Zuerst führt der Weg hinauf bis auf einen Scheitelpunkt. Zirka 500m nach diesem Scheitelpunkt biegen wir an einer kleinen Kreuzung nach links ab, wo die Strasse wieder ansteigt bis auf 750m.ü.M. Nun verläuft sie dem Bergkamm entlang -  wir halten uns immer rechts - vorbei an wunderschöner Natur, wo wir denn auch eine kleine Pause einlegen und ein Bier schlürfen. Bei der Weiterfahrt führt der Weg hinuter, wo wir die orangen Dächer des Dorfes Tsitalia sehen und an einer Kiesgrube unterwegs machen wir einen kleinen Abstecher in die Höhe oberhalb der Grube und finden hier oben eine Ruine eines alten Steinhauses. Der Weg hier hoch ist auf jeden Fall nicht mehr unterhalten und sucht so zwischen Büschen und Furchen das forwärtskommen. So was suchen wir doch geradezu. Hier bei der Ruine ist leider Sackgasse, treffen aber in einem Gebüsch vor unseren Autos noch zwei Schildkröten, die der Sonne entflohen sind. Dies waren schöne Pisten zum befahren, die Kiesgrube zum tummeln und die Natur zu bewundern. In Tsitalia durchgefahren, geht es weiter bis Leonidi, durch eine gewaltige Schlucht. In Leonidi wird Food geschoppt für den Abend. Dann fahren wir weiter der Küste entlang bis Tiros und hier genehmigen wir uns wieder was kühles direkt am Meer, weil es sich am kühlen, blauen, grossen Nass so gut geniessen lässt. An diesem Tag kommen wir noch bis nach Astras und machen Halt auf irgendeinem Campingplatz, bei dem das Duschen auf jeden Fall ein Guck wert ist; Hier kommt das Wasser von oben und von unten und über die Duschwand hinaus - warm, kalt abwechslungsweise.

auf der Suche nach einem PTS im Gebirge zw. Dimitrios und KremastiPTS gefundenzuerst wird geduschtSchotter zw. Kremasti und Mari
Gedenkstette oder Grabstette ?? Ausgestattet mit Getränkeflasche, Foto und ewigem LichtEntlang einem Bergkamm vor der Kiesgrube vor TsitaliaAusgewaschener und nicht mehr unterhaltener Weg oberhalb der KiesgrubeDen Weg wieder hinunter zur Kiesgrube
                                                             Ausschnitt aus unserer Peloponnes Karte/ Beschriebene Wege von Hand eingezeichnet

Krater bei Didima9. Tag - Bei weiterhin strahlendem Sonnenschein fahren wir um die Bucht von Argos herum. In Mili, vor Kios sichten wir einen Lokomotivbahnhof. 7 verrostete alte Dampflokomotive standen da im Wald vor den Einstellhallen herum und niemand will sie. Es gibt nicht sehr viel Bahnbetrieb auf den Peloponnes, man sieht zwar die Geleise - die sind auf alle Seiten verbogen und verschoben (Bild) - aber Züge wird schwierig, diese zu sichten. Nach Didima - weiter östlich - beschauen wir zwei riesige Krater in der Erde. Wahrscheinlich ehemalige Grotten, die vor ein paar jährchen eingestürzt waren. Danach versuchen wir eine Abkürzung von Fourni nach Ermioni zu finden, jedoch wurde dieser Weg absolut vernachlässigt und endet zu unserer vollkommener Traurigkeit im Dickicht. Umkehren. Wir fahren dann noch die andere Seite des Tals ab und kommen von Plantage zu Plantage, aber irgendwie doch noch Offroadig und auf jedenfall mit einer Sackgasse (Felswand)  versehen. Auf jeden Fall braucht dieser Ausflug in die Pampas alle vier Räder zum Antrieb. Eine knappe Stunde Offroad für den heutigen Tag ist zwar nicht viel aber wir bestreiten ja keinen Wettkampf. In Ermioni entscheiden wir uns für das Abendmahl in einem Griechischen Restaurant am Hafen von Ermioni. Der Kellner ist Touristen erprobt und erklärt uns die Speisekarte auf drei Sprachen. Schlussendlich bestellen wir unser Essen auf Griechisch. Bei diesem Fressgelage haben wir immer zwischen 7 und 11 Teller auf dem Tisch und essen und trinken kreuz und quer. Das macht Spass Mann!!! Griechische Küche ist auf jeden Fall sehr lecker! Mampf. Ein paar Augenblicke geniessen wir nach der Orgie noch die Abendliche Stimmung hier am Hafen und ziehen uns auf den ganzen geschmausten Haufen noch ein Eis rein. Nochmal Mampf. Für den heutigen Abend haben wir dann wieder mal einen Campingplatz weiter östlich der Küste entlang gefunden, der einwandfreie Duschen hat, die funktionieren und einen aufgestellten Platzpatron bietet. Grins. Somit hat sich Gabi auch mal von ihrem Kochämtli entlastet.

kein Verkehr von (Hochgeschwindigkeits-) Zügenstillgelegt oder stillgelegt? Geleise bei Mili
Die Abkürzung, die keine mehr ist......dafür sausen wir sonst in der Pampas rumErmioniErimioni's Warck

Die Vulkaninsel mit dem Weg über die Vulkanberge von Hand eingezeichnet10. Tag - Wir verlassen unseren Campingplatz in Richtung Osten der Küste nach und wollen vor Plepi in einen auf der Karte weiss markierten Weg übers Gebierge links abbiegen. Die Abzweigung haben wir allerdings etwa drei mal verpasst, oder es gibt diese gar nicht. Dreimal waren es Sackgassen, jedoch mit mehr oder minder interressanten Wegen, die jeweils in einer Plantage endeten. Somit umrundeten wir den östlichen Zipfel der Peloponnes bis nach Galatas, wo wir einen Einkaufs- und einen Glacestopp rissen. Die Insel Methanon, unser nächstes Ziel, war schon die ganze Reise wie ein Magnet. Denn diese Insel ist mit etwa 16 Vulkanschloten übersäht - also eine Vulkaninsel. Als wir aber auf die Insel kurvten, kam uns diese wie ausgestorben vor. Der Hauptort Methana, verlottert. Die Küste entlang kommen uns nicht sehr viele Fahrzeuge entgegen. Der Küstenabschnitt ist im Gegensatz zu den anderen Küsten oder Stränden ziehmlich verschmutzt. Umrunden kann man diese Insel nicht, somit fragen wir in Palea Loutra als wir nicht mehr weiter wussten, einen Hirten oder sowas in der Richtung, nach dem Weg über die Berge von Methana. Es gibt sie! Die Wege, die ehemaligen Vulkanschloten. In Palea Loutra gibt es einen Brunnen und unmittelbar (viele Möglichkeiten hat man nicht) nach dem Brunnen biegt man rechts ab und schon beginnt die Vulkanische Bergwelt. Man muss nur die topographische gegebenheiten beachten. Der Weg führt hoch bis etwa 600m.ü.M. Hier oben stösst man auf eine Verzweigung, die nach links Richtung Methana runterführt und nach rechts - oder fast geradeaus - führt sie nach Vathi runter. Unser Weg biegt nach rechts ab, nachdem wir uns einen kleinen Abstecher einem Holzerweg entlang gegönnt haben. Narürlich mit einer Sackgasse. Auf einem Plateau - oder soll ich eher sagen in einem Vulkanschlot - finden wir eine Brunneneinrichtung, die sogar noch Wasser enthält. Sauberes Wasser! Hinunter fahren wir so eine Art Serpentinenweg mit atemberaubender Aussicht auf die umliegenden Küstengebiete über zerfurchte Stellen, durch Büschchen und hohem Gras bis nach Vathi. In Vathi angekommen sitzen wir in eine Taverna, schauen zu, wie ein Papa mit seinem Sohn gerade ein Tintenfisch aus dem Hafenbecken fischt uns essen eine Portion Fischchen und genehmigen uns einen Wein. Von diesem Hafen aus sind es 700m der Hauptstrasse entlang Richtung Methana dann bei der ersten und einzigen Abzweigung nach 700m nach links bergwärts abbiegen und dann nach weiteren 200m beginnt die Piste in die Berge links abbiegend, an einem Gerümpelhaufen eines Bauern vorbei. Falls man diesen Weg von Vathi aus in angriff nehmen will. In Pal Epidavros finden wir für den heutigen schönen Tag die Ruhe um halb zehn auf einem Campingplatz am Meer. (Bekas Camping, direkt am Meer, saubere Sanitäre Einrichtungen.

Auf dem Vulkan oben durcks DickichtWir haben Wasser gefunden Serpentinenweg hinunterAussicht auf Vathi
Hafen und Taverna in VathiTaverna in Vathi
                                                               Serpentinenweg hinunter vom Vulkanhügel nach Vathi

Aussicht auf die Schneebedeckten Berge der Peloponnes11. Tag -  Wir fahren heute Hauptstassen. Von Pal Epidavros über Nafplio, Tripoli, Levidi (sehr schönes Städtchen) bis nach Lambia im Landesinnern und auf einem Hügelchen mit einer Kapelle - hier machen wir Feierabend für heute. Von diesem Hügelchen aus haben wir einen ca. 300 Grad Rundumblick u.a. in die Berglandschaft der 2500m hohen griechischen schneebedeckten Bergen. So genug erzählt vom heutigen Tag. Er war anstrengend...

12. Tag  - Mit dieser Aussicht auf die Berge der Peloponnes ist ein Traum, also weiterschlafen... Wir steuer schon um halb zehn weiter Richtung Stausee Piniou. Unterwegs treffen wir auf einen Interessanten Weg, der uns auf einen Felsen hochführt. Er zweigt irgendwo nach Simpoulu - und ca. 1km nach der Verzweigung Richtung Amaliada/ Inoi - vor Efira links ab. Zuerst geht es hinunter (etwa 50 Meter), ca. 80 Meter nach dem abbiegen verzweigen 3 Wege. Man wählt den Weg ganz rechts aussen, der sogleich ansteigt. Unterwegs biegt man einmal rechts weg, danach einmal links und schon ist man auf dem Felsen oben. Achtung: ca. 2m neben der Strasse geht es senkrecht etwa 200m hinunter! In Dafiniotissa sind wir wieder ben Leuten. Jetzt werden wir den Flusslauf des Pinios in angriff nehmen. Die Piniosebene ist Anbauland, jedoch in der Mitte des Tals ist das Flussgebiet übersäht mit Schilf und Geäst - und vor allem trocken. Denn wenn das Gebiet hier in der Mitte des Tals, also das Schwemmgebiet des Pinios überflutet ist, steht einem das Wasser mindestens bis zum Hals - was wir anhand der getrockneten Wasserlinien an den Büschen sehen. Es führen Wege hier hindurch, sodass man ohne Probleme durch das Gebiet fahren kann. Hie und da ein Abstecher durch eine Pfütze. Alles harter Untergrund, dieser gewährt, dass die Wasserstellen nicht sumpfig und somit gut zu befahren sind. Anscheinend ist hier im Sommer, bei längerer Trockenheit alles trocken, sonst wäre Manu - unsere Wasserratte - im Tümpel, den er befahren musste bestimmt abgesoffen. Wir suchen einen Ausweg aus dem Labyrint des Schilfes, fahren durch Dickicht wie im Dschungel und finden schlussendlich den Ausgang, der auf einen Acker und dann auf eine Plantage führt. Eventuell kann man dem Flusslauf noch ein paar Meter weiter runter folgen. Bevor wir weiterfahren können, muss Fido natürlich sein Patrölchen noch kurzerhand in den Acker setzen, so dass wir unsere Winch mal auspacken können. Manchmal trügt der Schein und die zu befahrende Stelle weist sich als ziemlich Morastig heraus. Etwa 30 Minuten später haben wir ihn befreit. Voila. Weiter geht geradewegs nach Kastro und an unseren Strand vom zweiten Tag. Unsere Treppe begutachten. Es ist ja schon jetzt, Mitte Mai eine S**hitze. Dies gibt Anlass genug, um ins Glasklare, aber noch nicht sehr warme Wasser des Mittelmeeres zu hüpfen. Wärme Geniessen, Essen geniessen, Wetter geniessen, Augenblick geniessen... Wir schlugen uns die Bäuche voll von ca. halb fünf bis zehn Uhr am abend - nicht wenig - und das ganze kostete uns nicht mehr als 80 Euro! Für fünf Personen...

Felsenweg bei DafiniotissaAm AbgrundDer Piniosstausee mit SchleusentorIm Flussbett des Pinios
Im Flussbett des PiniosAusweg suchen durchs DickichtWinchen ActionUnser Relaxstrand

...und nur so...13. Tag - Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax. Um etwa vier Uhr Nachmittags fahren wir weiter an unseren ersten Strand. Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax Relax...

14. Tag - Heute um 15 Uhr legt unsere Fähre in Patras wieder ab und wir müssen uns von diesem Traum verabschieden. In Patras gehen wir noch dies und das shoppen. Es ist sehr heiss hier in der Stadt und Manu's Bremsen an seinem Patrol sagen sich: "Nein, nicht auf den Pott und nach hause..." - und gehen kaputt. Bremsschlauch Vorne rechts ist geplatz. Jedoch wurde er notdürftig repariert und Manu's Patrölchen in den Bauch des Schiffes bugsiert.

Nun, die nächsten Stunden sind der nach hausefahrt gewidmet. Es gibt nicht mehr viel zu berichten, ausser, das Manu's Patrol (schon wieder) auf der Italienischen Autobahn scharmützel macht und seine Kupplung teilweise aufgibt (Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnnnnnnnnnnnnn!!!!) Wir kommen dann doch noch ohne Reparatur unterwegs aus und schaffen es bis nach hause. An der schweizer Grenze angekommen, empfängt uns der Regen. Super, wir sind daheim! Ende

Fazit: Griechenland ist auf jeden Fall immer wieder eine Reise wert!

PS: Wer Lust hat, einmal bei einer unserer Reisen dabeizusein, der soll sich über E-Mail melden.



Wieder einmal nahmen wir uns ein Wochenende Zeit, um uns in den Wäldern um Pontarlier herum umzusehen. Die Schweiz verlassen wir hinter Le Locle, fahren über den Col de Roches die D461 entlang bis nach Morteu, wo wir einen Shoppi-Halt machen. Nach dem Halt fahren wir ein kurzes Stück die D437 weiter Richtung Pontarlier und bei Pont de la Rôche biegen wir links ab Richtung Grand Combe - Châteleu. Nach ca.300m die erste rechts dem Rive Doubs entlang und zwischen den Häusern eines Weilers hindurch in den Wald. Und da passiert es auch schon bald. Ich produziere einen folgenschweren Fehler - ich fahre einen Holzerweg als Frontfahrzeug. Mit der einzigen Seilwinde. Der Weg, der vor uns lag, bestand eigentlich nur noch aus Sumpf. Somit war die Idee gestorben, den Wagen durch den Morast zu ziehen. Traktor her. 20 Euro weg. So einfach. Was für eine Schmach.

Nicht mal ein Kilometer in den Wald hineingefahren...







...schon versumpft......und hier nützt die Seilwinde an der Front......nicht sehr viel.
erstes Camp nach der Schlammerei auf dem Mont de Grand CombeErdbeeren mitten auf dem Fahrwegauf dem Weg auf den Grand Taureau östlich von PontarlierInzwischen fahren wir...
...Wanderwege!Aussicht auf dem Grand Taureau (Karte unten) Richtung Süden/ Schweiz......Richtung Osten......und Richtung Norden.

Wir fanden an diesem abend doch noch einmal unsere Ruhe auf dem Grand Combe, irgendwo im Wald. Hier versuchten wir uns ein Feuer zu machen, jedoch gelang dieses Vorhaben nicht auf anhieb. Nasses Holz machte uns das Feuer machen zur Qual.

Der zweite Tag begann mit einem deftigem Frühstück, sodass wir auch ein paar Stunden Seilwinden Action aushalten würden. Jedoch kam es nicht mehr zu so einem Unterfangen. Wir streiften durch die Wälder um den Grand Taureau. Hier hat es ein paar ganz hübsche Waldwege, die sogar zum verweilen einladen (für ein Bier und Salami...) Zu letzt, ganz oben, stehen wir am Rande einer Weide, die wir dann auch völlig unsichtbar durchquerten - ca. 100m. Wenig später standen wir auf dem höchsten Punkt des Taureau und geniessen den Ausguck. Unser nächstes Ziel ist der Lac de Saint Point (Südwestlich von Pontarlier) in der Hoffnung, wir könnten uns eine kleine Abkühlung gönnen. Jedoch ist dieser See, auf der Seite auf der wir entlangfuhren, nicht sehr einladend zum baden. Für den heutigen abend suchen wir dann ein PTS im Wald der Montage du Laveron.

Heute ist Montag. Heute gehen wir nochmals einkaufen und zwar fahren wir nach Pontarlier. Sollte nur kurz sein und trotzdem ist es schon wieder elf Uhr! Sofort zurück zum Wald! Der Forêt de la Montagne du Larveron ist ziemlich gross. Und somit jede Menge Fahrspass. Schliesslich landen wir im Forêt de Mignovillard nachdem wir an einem Denkmal und einer Riesentanne vorbeigefahren sind und schlagen in der Nähe einer Lichtung unser drittes und letztes Camp auf.

Hinunter vom Grand Taureau, Ausblick auf PontarlierForêt de la Monatgne du LaveronDurchgehende Waldwege sind ehesten zu fahren, wenn man mit einer Karte unterwegs ist...Rast auf einer Lichtung auf ca. 1000m.ü.M.
Eine der "Sapin President" - Tannen, Durchmesser ca. 2m! Auch vermerkt auf unserer KarteForêt de MignovillardDer Wald "Bois de la Champagne" führt bis auf kanpp 1300m.ü.M. hinaufHier haben wir dann doch mal die Orientierung verloren. Jedoch finden wir uns schlussendlich wieder am Ort, der mit der Karte identisch ist.

Am vierten Tag stechen wir bei les Hôpitaux-Neufs in den Wald de la Champagne. Hier haben wir uns dann auch zum Abschluss unserer Tour verirrt. Das heisst, wir fuhren Wege, von denen wir glaubten sie auf der Karte zu verfolgen. Jedoch rätselten wir bei jeder Lichtung "ist das diese da - oder etwa diese da???". Schlussendlich kam dann doch noch alles gut. Als wir durch den Privatbesitz einer Alp fuhren, war zum Glück gerade Mittagszeit. So - nun noch die Reifen wieder mit genügend Luftdruck versehen und los gehts. Wir fahren bei Vallorbe wieder in die Schweiz hinein und fahren die A1 bis ins Aargau... Ende Offroad! Schön ischs gsii.


 


                               Kartenausschnitt von IGN östlich von Pontarlier     



Wir haben uns ein ziemlich nasses Wochenende für unsere Tour in die Wälder Pontarliers ausgesucht. Dennnoch brauchten wir unsere Winde nur zum "guckst du, habe Seilwinde !". Diesmal wählen wir die Region oberhalb von Pontarlier.

Ja, genau, wir sind nicht das erste mal in den Wäldern
von Pontarlier. Grosse Gebiete,
in denen immer irgendwohin
ein Weg führt, den man auch mit
Hilfe von 1:25'000er Karten von
IGN gut verfolgen kann.




                                       

Norwegen - Ferien ohne Off - Road!
Tourstart: 08. Juni 2007 abends um 21.40 Uhr in Allenwinden
Wir (Jannine und Marcel) fahren Richtung Schaffhausen - Grenzübergang Bargen. Ein letztes Mal in der Schweiz günstig tanken und dann ab und am liebsten ohne Halt durch das deutsche Lande hindurch fegen. Sehr gute Verkehrsbedingungen in dieser Nacht in Germany! Auf dem Programm steht die A81/ A7 durch D.

1.Tag- Doch dann kommts, wie's kommen muss - wir kommen um ca. 10.00 Uhr vor Ham... dingbums in einen Riesenstau. Deutschland lebt. 13km vor, durch und nach dem Elbetunnel. Spass bei 32° Grad. Nach Ham fahren wir Richtung Plönerseen - alles Landstrasse, da wir ja Zeit haben, jetzt wo wir Deutschland fast hinter uns  haben. Die Fotos unten: Docks des Hamburger Hafen während des Staus Fotografisch festgehalten. Und der Plöner See.

Staufoto "Hamburger Hafen"Plönersee GegendPlönersee

Weiter fahren wir über Oldenburg über die Fehmarnbrücke auf die Insel Fehmarn, umschlossen mit der Nordsee, bis nach Puttgarden. Die Fähre Puttgarden - Rødby (Danmark) ist bekannt auch unter dem Namen "Vogelfluglinie". In Guldborg (DK) finden wir einen Campingplatz.

2.Tag - Heute stehen die Møns Klint (Die Klippen von Mön) zuerst mal auf der "Guggst du" - Liste. Unsere Fähre fährt erst am Nachmittag um 16.00 Uhr in Koppenhagen. Dänemark ist ein sehr flaches Land, ausser die Klippen -  200m gehts da runter zum Wasser! Und das machen wir auch noch zu Fuss. Kann nicht besseres Wetter dazu sein. Das Thermometer zeigt schon wieder "Ü30" an! Zuviel. Koppenhagen wartet mit einer riesen Autobahnbaustelle auf, so dass mein geübtes Auge doch noch die Richtige Ausfahrt oder Abzweigung Richtung Hafen verpasst. Um ca. 14.30 Uhr kommen wir schliesslich doch noch am Hafen an und können dann kurze Zeit später auch gleich einschiffen. 19 Stunden auf dem Dampfer und dann sind wir in Oslo. Ich werde diese Tortour mit dieser Fähre allerdings nicht mehr machen. 19 Stunden? Mit 100km/h auf der Autobahn ist man in ca. 7 Stunden Fahrt von Koppenhagen nach Oslo gereist. Mit Pausen und Übernachtung komme ich also auf weniger Zeit wie mit der Fähre. Die Kosten belaufen sich dann in unserem Fall auch etwa fünf Mal weniger.

Tipp: Die Fähren hier im Norden kosten viel Geld! Bucht man an Wochenenden, dann kommt einem das etwa doppelt bis fast dreimal so teuer, wie wenn man von Sonntag bis Mittwoch bucht! Und in unserem Fall (Fähre Sonntag), kommt das ganze noch einmal etwa sFr. 400.- günstiger, wenn wir einen Campingplatz in Schweden ansteuern. Dann kommt die Reise Koppenhagen - Oslo auf knapp sFr. 250.-. Also besser fahren - und zwar die Øresund Brücke (ca. 49Euro beide Wege) und  dann die E6 gen Norden bis Oslo. Kein zeitlicher Verlust!

Autofähre Puttgarden - Rødby "Vogelfluglinie"Møns KlintMøns Klint
AutobahnbrückeKoppenhagen HafenWindräder und Øresund Brücke im Hintergrund

3.Tag- Ankunft Oslo und Stadtbesichtigung steht an. Voller Freude auf das neu zu erkundende Terrain, fahre ich kurz nachdem wir ab der Fähre kamen, schon mal falsch. Wollte doch nur mal die Stadt da vom Hügel dort drüben begucken - Autobahn Stadtauswärts. Erste und und nicht zuletzt anzutreffende Erkenntnis: Alles kostet in diesem Land. Sogar wenn man ins Stadtzentrum fährt. Egal ob Autobahn oder Nebenstrasse. 20 NOK bitte. Also - beim Auswärtsfahren sehen wir die Zahlstelle Stadteinwärts. Und sehen in unser Portemonaie. 0 NOK. Also - bei der nächsten Tankstelle gibts zum Glück einen Geldautomaten. Und schon gehts wieder Stadteinwärts, zahlen die 20 NOK an der Zahlstelle und begucken "Oslo Cendrum".

Oslo - Karl Johanns Gate am AnfangKarl Johanns Gate (Einfaufs- und Restaurantstrasse Oslo's)Der Königspalast
Eines der Wahrzeichen Oslo's - Das RathausHier werden die Nobelpreise verliehen - Nobels Fredessenter/ Nobel Peace CenterOsloer Hafen mit den Odlies

Zu langes Parken bescherte uns eine Parkbusse von 600 NOK. Das sind umgerechnet ca. sFr. 120.-. Wir bleiben ja auch nicht lange in der Stadt. Tschüss. Ist zu sehr Ordnungsbezogen. Weg von Oslo, diesmal westlicheliche Seite auf der E18 bis nach Drammen, dann weiter auf der E134 Richtung der Telemark und Bergen. In Lierkogen fahren wir an einem grossen Einkaufszentrum vorbei. Umdrehen und einkaufen, Proviant für den ersten abend. Nahrungsmittel sind hier in Norwegen etwa 5-10% teurer als in der schweiz.

         
Originaler Kartenausschnitt

Diese Fahrt Richtung westen gleicht eigentlich einer ziemlichen Hetzfahrt, da wir an etlichen Sehenwürdigkeiten vorbeirauschen. So auch an der grössten Stabkirche Norwegens in Notodden... jedoch werden wir ende dieser Reise wieder hier vorbeikommen und die wunderschöne Kirche beaugapfeln.
In Seljord biegen wir am Ende des Seljordvatn (Seljordsee) links ab und fahren ca. 15km am Westufer des Sees Richtung Süden entlang bis zu  einem Campingplatz auf dem zwar ein schübel fest platzierte Campingeuer's stehen, aber keine Menschenseele meine Seele beunruhigt, dass irgeneine Menschenseele meine Seele beunruhigen könnte ausser der Platzwärterin - die brauchen wir - damit wir zahlen können. Den Platz. Günstig hier. sFr. 30.- ungefähr. Und schön. Guggst du.

Camping ohne eine Menschenseele am SeljordvatnAuch Camping o.e.M.a.S.

4.Tag - Unser Ziel scheint klar: Die Fjorde. Logisch. Aber wenn wir doch noch mehr Zeit hätten gehabt, wir wären noch ein paar Stunden in der Telemark geblieben. Sanfte Hügellandschaft mit sehr viel Wald und Seen.
Somit fahren wir durch die schöne Telemark und knipsen ein paar Fotos. Das Terrain wird höher und bald sehen wir auch schon die ersten Schneefelder, die noch hängengeblieben sind. Es ist ja schliesslich auch erst anfang Juni und die Hauptsaison fängt hier im Norden ab dem 21.Juni an. Der milde Winter, den auch die Norweger hatten, nicht nur wir, bescherte uns diesen schönen und milden Frühling.

An der Rijksvegen 134Ein Truckstop unterwegsDie ersten Schneefelder sind sichtbar
Am TveitevatnetStrecke über den Haukelifjell (Passtrasse)
                             Vinjevatnet

Wenn man so durch Norwegen gondelt braucht es drei Dinge: Ein Wagen (Ohne den sitzt man auf der Strasse...), eine Strassenkarte und ein Ferien- und jeweils Tagesziel. Unser heutiges Ziel bestimmen wir am Hardangerfjaorden, etwa 75km vor Bergen, dass wir morgen diese Stadt mit den schrägen Häusern begucken und denen auch noch ein bisschen Touristengeld zubuttern können. Vor Odda - diese Stadt liegt an unserem ersten zu bestaunenden Fjord - treffen wir auf die Zwilingsfälle, den Låtefossen, die gleich etwa 50m neben der Strasse zu Tal donnern. Man sieht sie nahen, wenn man auf sie zufährt. Durch die Gischt der Fälle, die sich quer übers Tal legt. Imposant.

                               Die Zwilingsfälle (Låtefossen)

Zur Übernachtung suchen wir uns ein Plätzchen oberhalb vom Hardangerfjord. Ohne Campingplatz gehts hier in Norwegen natürlich auch. Ein bisschen abseits von der Strasse in einem Waldstück mit schönem Ausblick auf den Fjord mit Sonnenuntergang. Allerdings weht uns hier ein kalter um die Lauscher, so dass wir uns einen Windschutz aufbauen müssen und die Winterkleider hervorkramen.

                      Wildcamp am HardangerfjordWildcamp am Hardangerfjord

5.Tag - In Jondal setzen wir zum ersten Mal auf dieser Reise mit der Fähre über und zwar nach Tørvikbygd. Zungenbrecher? Auf dem Weg nach Bergen fahren wir wie noch so oft an einem imposanten Wasserfall vorbei, dem Steinsdalsfossen.  Bei dem kann man sogar untendurch gehen. Was für ein Touristenmagnet, auch wir magnetet es an - um uns herum Japaner und Italiener mit Reisecars - unter und auf dem Wasserfall. Und da - noch ein Tip:

Tip: Sehenswürdigkeiten sind es würdig zu diese sehen. Aber sehe diese, damit du würdig bleibst, am besten am frühen morgen, am späten abend (da es ja sowieso immer knapp hell ist) und nicht zuviel davon. Denn das ganze Land ist Sehenswert genug - und um es zu würdigen, bereist Du es ja schliesslich auch! Nie zu lange stehen bleiben, denn es kommen noch viele davon.hihi

Besuch in Bergen, der europäisch regenreichsten Stadt. Sagt man. Bei uns scheint zunächst mal die Sonne und es ist warm. Auch in dieser Stadt haben wir knatsch mit der Parkiererei. Nur hauchdünn befreie ich mein Wagen vor einem Drohenden Knöllchen. Ach was "Knöllchen" - Abschleppwägelchen! Die Stadt streicht alle Parkfelder und die Autos werden, wenn nötig, abgeschleppt. Uf jede Fall... Wir streifen durch die Stadt, kreuz und quer und studieren am Hafen die schiefen Häuser. Wie man sowas fertig bringt? In einem der schiefen Gebäuden ist eine Pizzeria untergebracht und wir bestellen uns ne Pizze Italianolo. Subito. ¾ Stunde warten auf eine 135 NOK Pizza und eine 60 NOK Cola (Tot ca. sFr. 39.-). Wir kennen jetzt die Norwegischen Restaurants und werden nie wieder eines davon besuchen. Wenn man den Sehenwürdigkeiten dieser Stadt planerisch nachgehen möchte, sollte man sich mit Prospekten in der Tourist Office im Stadtzentrum eindecken. Wir machten es auf die "eh, guggst du hier - eh, guggst du da" - Tour. Geht bestens und reicht aus. Und nun aus dieser Stadt raus!
Wir kurven auf der Schnellstrasse auf die Inseln Fjell und Øygarden Nordwestlich von Bergen und dann die Strasse an der Atlantikküste entlang gegen Norden. Dies ist jedoch eine Sackgasse, aber eine sehr schöne Gegend mit hunderten von kleineren und grösseren Inseln inmitten eines Meereslabyrints aus dem man nur mit einem Norwegischen Pfad - oder besser - Wasserwegfinder wieder rauskommt. Ich habe GPS, weist du.

                    

6.Tag: Diese Nacht verbrachten wir nördlich von Bergen auf einem Campingplatz. Und: Es regnete. Die Reise geht nun weiter in Richtung Norden auf die Inseln Radøy, Austrheim und Lindås. Diese liegen direkt am Meer und somit ist auch das Wetter ziemlich rauh, aber es regnete nicht. Kleine Abstecher in die äussersten Zipfel Austrheims führen an kleinen schnukeligen Buchten und Fischerhäfen vorbei. Das heisst - vorbei und wieder zurück, da natürlich alles in einer Sackgasse endet. In Leirvag setzen wir mit der Fähre über nach Sløvåg. Brettern dem Eidsfjorden und dem Ausgulfjorden entlang, heizen über den Takle Pass ins Takledalen und sehen beim runterfahren auf den Sognefjorden, das grösste Teil der Fjordfamilie. 205 km lang, 7km breit und an seiner Mündung 1380m tief an der tiefsten Stelle. An diesem Tag fahren wir über Førde, Skei und Byrkjelo bis nach Innvik am Innvikfjorden wo wir wie Schlechtplanerurlauber auf irgeneinem Platz übernachten. Es ist ja schliesslich auch schon 23.00Uhr!

                                Bei Oksnes auf der Insel AustrheimHuldefossen                                                  

7.Tag: Heute besuchen wir mal einen echten norwegischen Gletscher! Der wohnt im Birksdal und heisst? Genau! Birksdalsbreen. Ja, auch hier wird die totale Zerstörung der Erdatmosphäre sichtbar: Der Gletscher ist geschrumpft! Von Birksdal (dem Restaurant) aus ist es per Pedes etwa eine halbe Stunde bis zum Gletscher. Wer möchte, kann die Strecke auch mit einem Elektroanhängergefärt bewältigen (um nicht allzuviel CO2 freizusetzen während dem Fussmarsch). Den blauen Himmel, die wärme, die Berggipfel - all das geniessen wir hier für einen Augenblick - nachdem wir ein paarmal kräftig die saubere Bergluft ein- und ausgeatmet haben löst sich im oberen Teil des Gletschers ein mittlerer Eisbrocken und donnert zu Tal. Jetzt ist es Zeit zu gehen! Wenn wir hier noch lange rumatmen, rutscht uns noch der ganze Gletscher zu Tal und die Norweger hätten eine Sehenswürdigkeit weniger. Das wollen wir ja nicht. Wieder am Parkplatz angekommen, starte ich meinen alten Diesel und weiter gehts Richtung Geiranger und Co. Vorher besuchen wir aber noch den 1500m.ü.M. hoch gelegenen Aussichtspunkt Dalsnibba, von dem aus man direkt auf Geiranger hinunteräugen kann. Hier oben hat es noch relativ viel Schnee und am Nachbarberg beobachten wir sogar eine Tourenskifahrerin (wie sich später herausstellt), die mühsam den Berg hinauf schnaubt und anschliessend den Berg hinunter schraubt. Einige Höhenmeter weiter unten ist schon wieder alles grün. Auf der Breidals Passhöhe, auf einer Anhöhe neben dem zugefrorenen Djupvatnet sichten wir Rentiere. Nachdem ich ein paar Fotos geschossen habe, weiss ich nun auch, wieso diese Dinger     Ren(n)tiere heissen... Bei soviel CO2 Ausstoss aus meinem Körper beim hinterherrennen, kommt sogar die Ökobilanz dieser Fotos ins wanken! Noch eine Erkenntnis: Norwegen, 1036m.ü.M., mitte Juni, kalt - verlasse nie den Wagen in Badeschlappen! In Geiranger fahren wir so schnell wie möglich dran vorbei. Hier riechts gewaltig nach abzocke (Touristenkaff).

                                             RentiereRentiere
RentiereRentiere

Wir brettern weiter nach Eidsdal, kaufen etwas ein im Dorfladen währenddessen wir auf die Fähre warten, setzen über nach Lynge, kramen dort eine Kaffekanne, begucken unterwegs noch die Skjærsure Schlucht in Alstad (es ist mittlerweile schon wieder etwa 22.00Uhr) und kommen dann endlich am Trollstigen an. Diese Strasse wollte ich schon lange mal beaugapfeln. Eindrücklich. Eindlücklicher als eine Schweizer Passtrasse.

8.Tag: Ålesund. Die Tage sind so endlos lang. Da bleibt genügend Zeit das Städchen, das unlängst seinen hundertsten  Geburtstag feierte zu besuchen.  Denn Anfangs des letzten Jahrhunderts brannte es föllig nieder. Man baute jedoch die Häuser originalgetreu dem Jugendstil wieder auf. Eine sehr saubere und schöne Stadt. Nach diesem vierstündigen Abstecher fahren wir Vestnes nach Molde mit der Fähre. Die RV64 entlang richtung Norden führt an der Atlantikstrasse vorbei. Die "Atlanter Havsveien".  Nach vielen Schiffsunglücken in der gefährlichen Gezeitenströmung zwischen den Klippen der Schärenküste, baute man diese aufregende Strasse direkt dem Atlantik entlang. Unser Wetter entlang der Strasse war "sonnig, windig, gefühlte ca. 10°C". Im Winter oder bei Sturm wäre diese Strecke bestimmt aufregender...

                                  Ålesund

Nächste Fähre von Bremsnes nach Kristiansund. Und Kristiansund wird ausgelassen - Dies wäre dann auch schon der nördlichste Punkt unserer Reise gewesen. Beim hindurchfahren wie ausgestorben. Also wird auch nicht angehalten - ich möchte nicht schon wieder ein Städtchen angucken. Aber so wies ausschaut ist das eine Bohrinselkonstruktionsgegend. Na - weiter - hopp hopp. Von Kvitnes auf die Insel Bergsoya unterquert ein Tunnel den etwa an dieser Stelle 120m tiefen Freifjorden in sieben Kilometern. Zuerst gehts nur hinunter. Kommt einem richtig unheimlich vor - dann ein Stück gerade und dann wieder hinauf. Man kriegt wieder Luft... Vor Tingvoll schlagen wir unser Lager auf. Wild. Mit Ausblick auf den Tingvollfjorden und den Sonnenuntergang.

                                             Atlanter havsveienFelsrücken mit dem einzigen Gewächs weit und breit...
Brücke weggewindet??Hier geht unter dem Fjord durch - bis 120m.u.M.

9.Tag: Von nun an geht es Landeinwärts. Ohne Fjordüberquerung gehts aber auch hier immer noch nicht. Einmal über den Stangvikfjorden kommen wir bald nach Surnadal - und ölakdf0we094jldkgjla...
blah blah blah... Langweilige Gegend. Als wir dann nach etwa 100km weiter süd ostlich über Nerskogen und Fjellheim fahren, gefällt es mir dann doch wieder ein bisschen besser. Südlich von Oppdal und nach Folldal, wo es noch ein schönes Grubenmuseum zu besichtigen gibt, heizen wir dann doch noch über eine Staub und Schotterpiste! Grimsdalen heisst das Teil. Man zahlt zwar einen Bompenger für die Durchfahrt, die sich aber lohnt! Schöne Landschaft in der man auch an markierten Stellen campen kann. Unterwegs alte Bauernsidlungen, die sich als Ferienhäuser der norweger entpuppen - alte Brücken, die nicht für meinen Patrol gemacht sind - und Wanderwege, zu denen wir keine Schuhe dabei haben. Wollen.
Also - 5Meter neben dem Auto plätschert der Bergbach, auf dem Holztisch wird Spaghetti zubereitet, und die Temperatur klettert - eh - versteckt sich im °C Keller. Auf ca. 1200m.ü.M. Anfangs Sommer in NO darf man doch nicht zimmperhaft sein. Aber die Spaghettis! Kaum das Wasser abgeschüttet liegen sie kalt zitternd auf dem Teller und warten auf die (noch) warme Tomatensause... Auf schweizerdeutsch: Es schletzfertigs Gfräs (nur für schnellesser -  nicht besseresser).

                                             Auf 1200m.ü.M. liegt das Grimsdalen......unberührte Natur kann man nicht sagen - aber schön und wild...
...bei der die Spaghettis schnell kalt werden......hier ist ein Bompenger nötig, um Durchzufahren.

10.Tag: Nach diesem schönen Querschläger nach Westen kommen wir unten im Tal in Dovre an, fahren quer rüber nach Vågåmo und preschen der RV51 entlang ins Sjodalen bis wieder auf eine Höhe von etwa 1390m.ü.M. Diese Strasse führt durch sehr schöne Hochtäler mit Fichtenwäldern und schönen Wildflusstälern. Vor Bygdin biegen wir wiederum in eine Mautstrasse ein - dem Jotunheimenvegen - Schotterpiste dem Vinstri Stausee entlang bis vor Dalseter (ca. 50km). Weiter gehts entlang dem Espedalen Richtung Südosten. Umso näher wir Lillehammer kommen, desto schwärzer wird der Himmel und nasser die Strassen. Dafür begleitet uns ein schöner Regenbogen bis zur Olympiastadt, in der wir am abend um etwa 22.00 Uhr die Treppen der Skispringerschanze hinauf schnaufen und die Aussicht von oben auf die Stadt geniessen. Auch unser heutiges Nachtquartier ist ganz in der Nähe der Olympiaschanze: Oberhalb der Freestyle - Piste (Rechts von den Schanzen), neben einen Skiliftmasten im Wald.

11.Tag: Viele Wege führen nach Oslo - und so fahren wir einmal Zick einmal Zack und holper di polperdi durchs Land. Hier im inneren Norwegen hat es mehr Schotterstrassen als in Fjordnorwegen. Man sucht sich einfach auf der Karte die am kleinsten eingezeichneten Strassen, und schon fährt man auf Schotter. Zwar ist das nicht sehr der effizienteste Weg, aber der erholsamste. Eine solche Routenführung quer durch Norwegen brauch eben seine Zeit. Und teilweise sind die Strassen Privat und somit Bompenger pflichtig. Endlich mal eine schöne, schmale Schotterpiste gefunden - stellt sich diese als Sackgasse heraus! Und das ohne Vorwarnung nach etlichen abgespulter Kilometer... Am abend fahren wir noch von Gol aus zum Strandavatn (Stausee) hoch, der an den Hallingskarvet Nasionapark grenzt,  auf etwa 1100m.ü.M. und übernachten im Sundalen vor Hovet.

An der RV51 richtung Süden - Alaska?12.Tag: In Geilo (= Jälo ausgesprochen) - 800m.ü.M. - genehmigen wir uns erst mal einen teuren Kaffee - schliesslich sind wir da in einem Touristendorf und da darf er auch was kosten (ca. sFr. 15.- für Kaffee, Cola und ein Süssgebäck...). Die Neubausiedlung  mit ca. 3000 Einwohnern ist nur für Touris da: 4000 Hotelbetten, unzählige Ferienhütten, 18 Skilifte, knapp 50 Pisten und 500km präparierte Loipen machen den Ort am Ustesee zum Zermatt Norwegens! Nur - dass wir  h i e r  mit dem Auto vor der Beiz parkierten. Die Europastrasse von Gol zum Sørfjord, die "Hardangervegen" zählt zu den schönsten der typisch norwegischen Strassen und bietet alles, was Norwegen liebenswert macht: Fjorde und Gletscher, Fjelle und Wasserfälle. Wir fahren die Strasse hinauf bis zum Rande der  schneebedeckten Hardangervidda, geniessen die Sonne, den Schnee und die Eisseen und fahren wieder hinunter nach Geilo. Bei der Hinfahrt von Oslo nach Bergen haben wir doch noch voll eine Sehenswürdige Keit verpasst anzuäugen. Nähmlich die Kathedrale unter den Holzpagoden - die Heddal Stavkirke - um etwa 22.15Uhr waren wir da. An diesem Ort wollten uns die Geister nicht und schickten eine Armee der Mücken auf uns los, mit denen wir bis anhin eigentlich noch nicht wirklich oder ernsthaft zu tun hatten. So verschwanden wir nach mageren ca. 10 - 12 Minuten begucken  und pixling wieder und fuhren unser letztes Nachtrevier an. Dieses lag südlich von Notodden am Norsjø vor Porsgrunn auf einem Rastplatz. Schlicht Rastplatz.

13.Tag: Oslo - der Rest der Stadt. Den Holmenkolmen und eine kleine Einkaufstour steht nun auf dem Programm, bevor der Patrol mitsamt Insassen wieder auf den Kutter fährt und Norge verlässt. Somit ist hier der Reisebericht Norwegen zu Ende. Denn was man unter dem versteht, wenn man durch Deutschland fährt, steht in keinem Lexikon der Welt. Ich will beamen. Können... E hüube hinech!

Ein "eingesoffener" Wegweiservor LillehammerOlympiaschanze LillehammerLandebahn...


Märchenstrasse?noch zugefrohrener See am Rand der Hardangervidda

Reiseführer für Norwegen:

Hans Peter Koch "Norwegen" - Michael Müller Veralg, 664 Seiten, 191s/w- und 44 Farbfotos, 35 Karten und Pläne - Sehr umfangreich beschrieben. Tourenvorschläge für Auto und zu Fuss.
www.michael-mueller-verlag.de

Karten für Norwegen:

Marco Polo 1:800'000 ganz Norwegen und Schweden mit Ortsverzeichnis
www.marcopolo.de
CappelensKart 1:335'000 fünf Teilige Norwegen Karte für Detailiertere Wegführung
www.cappelenkart.no



Am Samstag gehts los. Unsere zweite Ostblocknäherung will vorsichtig angegangen werden. Nur eine Woche steht dafür auf dem Programm. Auf eigene Faust und ohne etwas im Voraus geplant zu haben machen wir uns auf die Reise Richtung Österreich. Das Pickerl kostet für zehn Tage um die Fr. 29.- (Wir lieben die Schweizer Autobahnen!!!) Arlberg - Innsbruck - übers kleine Deutsche Eck nach Salzburg und bei der Ausfahrt 195 Sattledt vor Linz ist dann für heute Schluss. In einem kleinen Wald hinter ein paar Wohnhäusern ist unser Nachtlager. Am Sonntag morgen sehen wir dann, worauf wir stehen! Försterplatz. Zum Glück Sonntag. Noch 224km Autobahnfahrt bis nach Wien. Aber auch dieses Kaff wird umfahren! Nach Wien gehts schon bald von der Autobahn weg auf die E58 über Hainburg nach Bratislava (Auf Deutsch: Pressburg). Die Slowakei ist seit 2004 einer der neuen EU Staaten. Jedoch sind die Grenzen noch nicht offen. Wir stellen mal vorsichthalber unsere CB Geräte ab und lassen uns hindurchtröpfeln in das unbekannte Land. Wir werden uns im Westlichen Teil der Slowakei aufhalten - grob gesagt nördlich von Bratislava. Hier sollte sich nach Angaben im Internet eine Sandwüste befinden. Ein ehemaliges Militärgebiet. Wird geschrieben. Mal sehen, was wir da antreffen.

                                                  Übernachtungsplatz in ÖsterreichÜbernachtungsplatz in Österreich
Hainburg a.d.DonauGuggst du, Bratislava - schnell weg!

Bratislava wollen wir eigentlich nicht sehen. Also biegen wir die erst beste weg. Jedoch auf die Autobahn. Das wollen wir auch nicht - schitt - ein Slowakisches Pickerl fehlt nähmlich auch noch auf unserer Frontverglasung!! Und so kommts - die nächste runter - wie's kommen muss und nicht sollte. Bratislava. Zum Glück dauert die Untour nicht lange und wir finden aus der Stadt raus. Geld haben wir auch noch gefunden (nicht auf der Strasse - Bankomat) in einer ziemlich baufälligen Bank. Wo eine Fassade bröckelt, möchte ich mein Geld nicht drinhaben... Ich glaube, wenn alle ihre Kräfte zusammengenommen hätten, wäre der Geldautomat nicht mehr an Ort und Stelle, an der er jetzt eben noch steht.
Kurz nach der Stadt haben wir die Wildnis gefunden! Nach einigen Kilometer richtung Norden irgendwo zwischen Podhradhie und Studienka liegt die (sagt man) grösste Sandansammlung Europas. Ein kleines Wüstengebiet, das wir als einzigels Ziel hatten in diesem Land. Koordinaten für die Einfahrt, die wir benutzten:
N 48°32'39.43"
O17°14'35.42"

                              Sandgebiet oder......Militärübungspaltz?
Aber es macht trotzdem Spass......Spielplatz für die Grossen.

Wer kein GPS Gerät zur Hilfe hat, ist auf Vermutungen angewiesen wo es lang geht oder wo man hergekommen ist. Wie sich später rausstellen wird (allmählich, jedoch spätestens am nächsten morgen...) befinden wir in einem Militärischen Waffenübungsplatz, was sich so einfach nicht feststellen lässt. Denn so ein Gelände sollte eigentlich abgesperrt sein, mit Warnschildern versehen oder mit Barrieren einem den Weg versperren. Nicht so hier. Es hat auch andere Leute im Gelände. Pilzesammler. Diese Leute geben uns auch die Sicherheit, auf dem richtigen Weg zu sein. Also fahren wir weiter hinein ins Sandige Vergnügen! Einigen schräg aufgestellte oder alte Warnschilder warnen vor irgendetwas. Was? Unleserlich. Wir kommen an eine Grube und finden an dessen Rand alte Munition, Metallsplitter von Geschossen oder ähnlichem. Die Grube sieht auch nicht zum befahren aus. Eher als Zielgrube für Geschosse. Langsam wird es uns unwolig. Noch weiter drin im Spielplatz stossen wir auf einen alten zerschossenen Panzer der Marke Emmentaler Käse. Einschusslöcher so gross wie ein Fünflieber (das grösste schweizerische Münzstück) und 30 bis 40 cm tief!! Oder die meisten Durchschuss. Nun ja, kann ja ein ehemaliger Übungsplatz sein mit so alten Geschossen und Fahrzeugruinen.

Eben... Militär war,ist oder und wird noch da sein?Sieht nicht gerade zum befahren aus - eher eine Zielgrube für Geschütze...Aber die Abendstimmung stimmt
Auf diesem Foto nicht zu erkennen. Ein paar Wildgetiere (Rehe oder so)...Militär presente...sieht aus wie schweizer Käse...

Wir richten uns auf einer etwas höher gelegenen Plattform unser Lager ein, geniessen die Ruhe und die klare kalte Nacht. Als ich jedoch gegen drei Uhr morgens Wasser lassen muss, höre ich in der ferne etwas brüllen. Der Lautstärke nach zu urteilen ist es relativ weit weg. Aber so laut? Das muss ja eine Maschine sein die so etwas zustande bringt! Am morgen dann weitere Fakten in unserer nächsten Umgebung werden entdeckt. Fussspuren eines Wolfes. Der Abdruck ist so gross wie ein Brillenetui lang ist. Vor unserer Zeltstat hat dieses Teil einen Haken geschlagen, sonst hätte es noch die Nase an einem unserer Fahrzeuge gestaucht... Dann wieder dieses Brüllen. Das hört sich jedoch eher wie ein Bär an als ein Wolf. Es scheint aber in zwischenzeit (ca. 5 Stunden) näher zu sein als in der Nacht. Ein unheimliches Gebrüll, bei dem man den schlechten Atem vermuten kann der dieses Teil haben muss. Aber wir sind ja nicht mehr so lange hier. Das Frühstück schmeckt im Freien bei Sonnenschein bestens. Eine plötzliche heftige Detonation eines irgenetwas lässt das Yoghurt geschieden aus der Speiseröhre in die Luftröhre und dann mit Hochdruck zurück über die Speiseröhre durch den Mund ins Freie katapultieren. Hä? Ja, wenn man nach Luft ringt und noch etwas in der Röhre liegt. Eine zweite Folgt. Bei der dritten spühren wir die Druckwelle. Unsere Hosenbeine bewegten sich als wir sitzen. Na dann gehen wir eben! So schnell haben wir noch nie zusammengeräumt. Beim Wegfahren knallt es wieder. Wir fahren in der entgegengesetzten Richtung aus der die Detonation kam - in die Richtung, aus der das Gebrüllt herkam... BrumBrum... Fazit von diesem Gelände: Das wäre doch mal ein super Gelände zum befahren (Offroad pur!) ABER nicht empfehlenswert, wenn man sich vorher nicht vergewissert hat, wie - wo - wann man da ungestraft und vor allem ungeschadet fahren kann und wieder rauskommt. Um Informationen haben wir uns diesbezüglich nicht mehr bemüht. Währe aber sicher von Vorteil! Also, jetzt ab in die nächste Ortschaft.
In Studienka gibts erst mal drei Kaffee's - für umgerechnet Fr. 2.40 -  drei Kaffee's!!!

Unser Camp im SandAm abend noch idyllischAbstecher in den Wald bei Jablonica
zw. Hubina und LehotaQuer Feld ein - scheint kein Problem zu sein.Hilfe, die Russen kommen!!!!

Nach diesem erholsamen Kaffelchen ging die Aufregung bereits weiter und zwar vor einem Coop Laden im Dorf. Wir hatten eine Autowache aufgestellt; Manu und Fido gingen einkaufen, Chrummi blieb draussen. Verbunden mit CB-Funk. Unser erster Einkauf in der Slowakei. Ein bisschen Misstrauen gegenüber der Menschen, die hier wohnen, schadet sicher nicht. In dieser Woche Slowakei leben wir sehr günstig. Mit ca. Fr. 60.- pro Person kamen wir durch. Inklusive zweimal Abendessen in einem Restaurant! Mit etwa Fr. -.15/ lt. kam uns jedoch der Diesel hier teurer zu stehen, als im der Schweiz und somit war dann auch die Treibstoffrechnung ende der Reise fünf mal Höher als der Food! C'est la vie.
Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir dem Waldrand entlang fahrend eine Einfahrt in den Wald. Wir funktionieren mit Hilfe der GPS Geräte, Herkömmlichen Faltkarten und geographischem Gespühr - und das fuktionierte doch meistens. Zumindest in mehr oder minder besidelten Gegenden.

Gleich um den ersten Eindruck des Bildes zu schwächen: Fahrspuren gab es immer, wo wir unterwegs waren!!Und schon ist die Autobahn wieder in Sicht.Hauptstrasse
Eine Burgruine - unterhalb unser LagerplatzSchöner HerbstDie Herbstliche Landschaft betrübt
nicht unsere Stimmung - nein - sie hebt
die Reise- und In-den-Wald-Abstecher-Lust
erheblich. Denn im Frühherbst sind die Wälder
bezaubernd in den Farben. Wildromantisch.
Wir und die Autos - herrlich. Wir machten
an den abenden mit Absicht nie Feuer.
Um die Bevölkerung nicht gerade auf uns
aufmerksam zu machen - und zuviel Romantik
ist Kitsch! Es knisterte ansonsten schon
genug in den Büschen. Aber zum Glück hatten
wir Manu dabei - er verscheuchte die wilden
Bestien mit einer Taschenlampe...
Fussspuren fanden wir ja vor zwei Tagen im Sand...

In Zlatniky war dann Einbahn und so suchten wir wieder die Hauptstrasse, um die Region zu wechseln. Wir fahren um diese Bergkette herum, über die wir durch den Wald befahren wollten und kehren östlich von Nové Mesto und der D1 Richtung Kalnica ab. Noch vor dem Dorf Kalnica sichten wir eine Spur gerade eine Wiese hinauf an einer Skiliftanlage (!) entlang. Das war ein für uns gemachter Weg. Zirka ein Kilometer fahren wir auf den Hügel hinauf. Oben erwartet uns ein wunderbar, herrlicher Ausblick auf - eh -auf dings... ja und da hat es dann uns so gut gefallen, dass wir beschlossen, unser Pts (Place to stay) hier zu wählen. Eine Wiese am Waldrand mit einem dicken Maschendrahtzaun (?). Was auch immer sich hinter dieser Absperrung befindet, wir lassen es hinter diesem Zaun sich befinden und machen uns zuerst auf den Weg in den Wald ohne Absperrung. Hier findet dann eine freie Fotosession in einem Sumpfloch statt. Cool, hä? Blechsäue!

                          Konvoi der Schmuddelpatrol'sSchöne, lichte und saubere Laubwälder......und Wege quer hindurch treffen wir hier an.


                                                                                     Wie im Herbst......Wildromantisch - fast Kitsch.


                                                                   Zwischendurch Kaffe schlucken - ohne Kaffesatz!Siehst du den Skilift auf der linken Seite - und die Skitouris auf der rechten des Bildes? Toll, was?


                            Fotosession in einem Sumpfloch: Chrummi......Manu...und Fido
                                   Pts auf dem SkigbietAbendessen auf Offroadisch

Nach dem Sumpfloch Fotos gehts zurück an unser auserwähltes Plätzchen. Wenn wir auch nie etwas defekt haben wollen auf unseren Trips, etwas ist immer! Darum kaufen wir unsere Stromaggregate im Baumarkt - denn: Es gibt immer was zu flicken - Yippi jaja yupi yupi jeeeee! Unsere Stromquelle hat lieferschwierigkeiten der Apere-Käfer. Aber Fido sei dank haben wir unser Kraftwerk schon bald wieder am Netz und alle unter Strom...
Spass beiseite. Jetzt wird's ernst. Fooding everything. Da wir ja unsere Meisterköchin Gabi (an dieser Stelle sowieso mal eine Welle für Gabi und ein riiiiisiges Dankeschön für die schon so vielen gekochten Lekkereien, die sie uns aufgetischt hat!!! Hoffe sie kommt dann wieder mal mit - Leider müssen wir diesmal unsere Foodereien selber stricken...) nicht dabei haben, müssen wir selber ran. Guggst du - Unser Menü heute:



Offroadrösti.

Zutaten:

- Zwei Pack Fertigrösti (Natürlich aus der Schweiz!)
- ca. 200gr. Schinken grob geschnitten und gewürfelt
- 1 Zwiebel gehackt
- 2 Eier roh
- Gewürze (Paprika, Pfeffer, Country Potatoes, Salz)
- ein bisschen Butter (Fertigröstis sind schon fettig)
- Reibkäse (aus der Schweiz natürlich)


So, nun wird zuerst die Rösti mit Butter, dem Schinken und der Zwiebel in einen nicht zu kleinen Topf gegeben und
angebraten. Natürlich kommmen bei dieser Sequenz der Zubereitung noch die Gewüze nach belieben dazu.
Wer es gerne knusprig hat ein bisschen länger, und die anderen weniger lang braten - das leuchtet ja ein, oder?
blah blah blah
Dann entfernt man die Schale der Eier vom Inhalt der Eier und schmeisst dieser Inhalt in den Topf, wo die Masse
(ihr merkt -  ich spreche schon von "Masse"...) dann wieder gerührt wird, bis die Eierinhalte fest geworden sind.
Auch hier kann wieder gewürzt werden. Wem nun das ganze zu trocken aussieht, kann noch ein
bisschen Butter dazutun. Wer es weniger fettig will, kann auch ein spritzer Weiss- oder auch Rotwein
hinzufügen (addieren). Und wenn alles klappt kommt die NICHT verkohlte Speise auf den Teller, wo
sie mit feinem Gruyere oder Sprinz Reibkäse aus der schönen, weit entfernten Schweiz bestreut wird.
En Guete. Mapf!

                               Im Wald Richtung HradockRichtung HradockMal n'bisschen Action...
                                                                                       Schöner LaubwaldF1 ?

Nach der Walddruchquerung bis Hradock genossen wir noch einmal Restaurantkost in Smolenice. Der Wirt dort hat uns auch ein Parkplatz zugewiesen, auf dem wir ohne Probleme übernachten können, ohne von einem Bären gerupft zu werden... Dann am nächsten und letzten Tag gings dann wieder auf den Heimweg. Über den Acker! Und das haut einem ja vom Hocker...  Unsere Patrols waren richtig pfui! An Schlamm und Gewicht zugenommen gings an die Grenze. Von den Zollbehörden wurden wir dann auch gleich zurechtgewiesen. Lichter und Nummernschilder freischaufeln! Hopp. Dann dürfen wir dann doch noch nach Österreich einreisen. Wir geniessen dann auch im ersten Kaff wieder die westlichen Preise. Vier Euro sechzig (!!!!) für einen lauwarmen Milchkaffe inkl. Kellner. Na dann prost. Und jetzt tun wir Reisen. Und das bis in die Schweiz - ohne Regenzwischenfall. Juhui und unsere Wagen sind immer noch pfui!

Fazit Slowakei:
Schöne, weite und lichte Wälder. Gut zum befahren, viele Waldwege. Wenig aber immer wieder Fahrverbote. Freundliche Menschen, deren Umgang und fremdsprachenkenntnis in Touridörfer einfacher und besser ist als in Bauerndörfer. Immer ein Auge bei den Fahrzeugen! Es gibt noch viel zu entdecken. Karten kaufen, wo Sperrgebiete eingezeichnet sind - nicht billiges Zeug!



Juhu!!!!! Osterhasen suchen in Rochepaule!!!! Weisse, schneeweisse, kalte, windige und nasse Osterhasen!!!! Ja, Leute - so ist es. Das Leben. Kurz und verschissen. Und Ostern in Rochepaule? Kalt und verschneit...

Seht euch mal die Fotos an und urteilt selbst, ob es so noch lustig ist ein Offroodi zu sein.
Wir verabredeten uns auf der Autobahnrasttätte "La Cote" am Genfersee morgens um halb neun mit einem neuen Offroodi aus dem schweizerischem Ostblock. Angereist kommt er mit einem Toyota Landcruiser und noch montierten Trittbrettern. Doch schon die Hinreise nach Frankreich ist eine Qual! Das Wetter schiesst uns einen Loch in unsere Laune. Abgekürzt: Angekommen in Rochepaule sind wir um knapp halb neun abends. Pizzas in den Ofen und dann ab in die "warme" Heia!!

Erste Übernachtung in Rolle (VD) - Erster Schnee für dieses Wochenende...Rochepaule purRochepaule purAuf der Piste
Unser Camp - mit geheizten DachzeltenGrillstelle vom Vorabend wurde verschneitZapfengallerieOsterwetter über Frankreich

Zum Glück hat uns niemand die Laune verdorben, sonst wäre dieses Wochenende so ziemlich rasch als "nicht erlebt" in unserem Gedächtnis verstaubt... Total Stunden im Gelände: vielleicht 4, oder 4 Komma eins oder so. Ein Vergleich: Wäre dieses Wochenende ein Unternehmen, wären wir jetzt Konkurs gegangen. Auf jeden Fall wissen wir jetzt wo Schnee liegt, falls wir mal solchen brauchen...

Mehr Rochepaule Offroad-Fotos von unserem neuen, absolut begeistertenenentem Offroodi: DGW

Lust auf ein Gästebucheintrag?




Ich, der traurige Daheimgebliebene Offroadi muss wieder mal in die Kompiuterwelt abtauchen, und über die schlammig - schmierigen Tätigkeiten seiner Mitoffrodis in Grenznahen Pontarlier zu berichtenen. Darum schreibe in diesem Bericht diverse Male; scheinbar, wurde mir zugetragen, der erzählung nach, sie haben ........ erlebt, haben sie gesagt... Und dabei bleibt, zwar habe ich nur ein weinendes Auge - das aber umso mehr weint, die Tastatur meines Kompiuters immer ein bisschen NASS!!! Sodass es sein kann, dass ich diesen Bericht frühzeitig beenden muss, weil mein Hackbrett unter Wasser steht und ich nicht schwimmen kann...
Nein, nein - nicht so schlimm. Also dann mal los;
Es trafen sich, so sagt man, vier Leute am Auffahrtswochenende anfangs Mai. Mit drei 4x4 Fahrzeugen, einem 4x4 Hund und einem 3x3 Hund (unser Spuggi)! Die ganze Strecke verläuft richtung NordWesten - fast bis nach Dole. Dani hatte ja seine neue Errungenschaft dabei; seinen Mitsubishi Pajero, hat man mir gesagt. Auf jeden fall ein 4x4 Offroadi. Ich glaube, der meint es Ernst mit Schlammen! Aber auch ist es eben der Neuling, so wie ich hörte, der sich gerne Wurzeln in den Pneu rammt... Hi hi - Anfängerglück. Ist mir ja nicht besser gegangen. Kaputte blinker, platten, eingedrücktes Arsch... Solangs Spass macht.


Ja, und auch dieses mal - und in absehbarer Zukunft wenn Dani                                       
uns begleitet, gibt noch mehr Fotos auf seiner Homepage! Schau rein!   dgw


Am 2. und 3. August des Jahres 8 im zweiten Jahrtausend ist es dann doch wieder soweit. Ich schaffe es dabei zu sein bei der Schlammtrophy 08 in Pontarlier!!! Aber mit Ach und Krach. Sag ich euch!!
Weil die lieben Offroodis eben auch zwischendurch noch etwas arbeiten, arbeiten sie lieber dann, wenn sie mal weg wollen!!!??? Komische Strategie...
Es war ein voller Erfolg! Wir wülten uns durch die Wälder Frankreichs, wie die Maulwürfe durch die Erde. Der Regen leistete geziehlte Massarbeit an den Waldpfaden, sodass unsere "Luxuskarossen" schon bald aussahen wie fahrbahre Erdhaufen!
Wir befahren die Wälder etwa 20km nordwestlich von Pontarlier zwischen Vuillafans und Longeville.

 
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